Heizungsersatz Kanton Zürich

Elektroheizung durch Wärmepumpe ersetzen in Zürich

Elektro- und Nachtspeicherheizungen müssen im Kanton Zürich bis 2030 ersetzt werden. Mit einer Wärmepumpe sinkt Ihr Stromverbrauch fürs Heizen um rund zwei Drittel – wir zeigen Kosten, Förderung und Ablauf.

  • Ersatzpflicht bis 2030
  • Rund ⅔ weniger Strom
  • Neue Wärmeverteilung möglich
  • Förderung inklusive Gesuch

Oder direkt: Förder-Check in 1 Minute · 044 850 55 88

Wohnraum mit Heizkörper nach Ersatz der Elektroheizung durch Wärmepumpe
3 – 4 × effizienterals eine direkte Elektro- oder Nachtspeicherheizung
Auf einen Blick

Elektroheizung ersetzen: das Wichtigste in Kürze

Elektro- und Nachtspeicherheizungen wandeln Strom direkt in Wärme um – einer der teuersten Wege zu heizen. Eine Wärmepumpe gewinnt den grössten Teil der Energie aus Luft, Erde oder Grundwasser.

Ersatzpflichtbis 2030für ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen im Kanton Zürich
Stromverbrauchrund ⅔ wenigereine Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom ein Mehrfaches an Wärme
Effizienz3 – 4 ×mehr Wärme pro kWh als eine direkte Elektroheizung
Förderung ZHbis CHF 6'800+kantonaler Grundbeitrag je nach System
Gesetz

Ersatzpflicht für Elektroheizungen bis 2030

Im Kanton Zürich gilt: Bestehende, ortsfeste, elektrische Widerstandsheizungen zur Gebäudebeheizung sowie zentrale Wassererwärmer, die ausschliesslich direkt elektrisch beheizt werden, sind bis 2030 zu ersetzen.

Betroffen sind unter anderem Elektro-Zentralspeicher, Nachtspeicheröfen, Elektro-Direktheizungen und Infrarotheizungen. Ausgenommen sind zum Beispiel Notheizungen von Wärmepumpen oder Holzheizungen sowie Kleinanlagen unter 3 kW.

Wer frühzeitig plant, kann Förderung, Installationstermin und allenfalls den Aufbau einer neuen Wärmeverteilung in Ruhe abstimmen.

Zentral

Elektro-Zentralspeicher

Wasserverteilsystem mit Heizkörpern oder Bodenheizung ist bereits vorhanden – der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist meist einfach.

Dezentral

Nachtspeicheröfen & Direktheizungen

Hier fehlt eine Wärmeverteilung. Sie wird neu aufgebaut (Heizkörper oder Bodenheizung) – der Kanton unterstützt das zusätzlich.

Kosten

Was kostet der Ersatz einer Elektroheizung?

Bei einer zentralen Elektroheizung mit Wasserverteilung gelten ähnliche Kosten wie beim Öl- oder Gasersatz. Bei dezentralen Nachtspeicheröfen kommt der Aufbau einer neuen Wärmeverteilung hinzu – das ist der grösste Kostenfaktor.

SystemInvestition Einfamilienhaus*WärmequelleBesonderheit
Luft-Wasser-WärmepumpeCHF 45'000 – 60'000Aussenluftkeine Bohrung, Aussengerät mit Lärmschutznachweis
Sole-Wasser / ErdsondeCHF 55'000 – 80'000ErdreichBohrung allein ca. CHF 15'000 – 25'000
Wasser-WasserCHF 60'000 – 85'000GrundwasserKonzession / Bewilligung nötig

* Typische Schweizer Erfahrungswerte von EnergieSchweiz (Stand 2024/25) inkl. Wärmepumpe, Installation und Speicher, vor Abzug der Fördergelder. Die tatsächlichen Kosten hängen von Heizleistung, Gebäude und Wärmeverteilung ab.

Förderung

Fördergelder beim Ersatz der Elektroheizung

Förderbeitrag Kanton Zürich 2026bis 15 kWüber 15 kW
Luft-Wasser-WärmepumpeCHF 2'900CHF 2'900 + CHF 160 pro zusätzliches kW
Erdsonden-Wärmepumpe (Sole-Wasser)CHF 6'800CHF 6'800 + CHF 420 pro zusätzliches kW
Wasser-Wasser-WärmepumpeCHF 6'800CHF 6'800 + CHF 420 pro zusätzliches kW
Bonus fossilfreie ErdsondenregenerationCHF 3'000CHF 3'000 + CHF 100 pro zusätzliches kW

Wichtig: Das Fördergesuch muss vor Baubeginn eingereicht werden – bei Luft-Wasser vor der Installation, bei Erdsonden vor der Bohrung. Viele Gemeinden zahlen zusätzlich eigene Beiträge (Suche nach PLZ auf energiefranken.ch). Jetzt Förderung prüfen →

Zusatzförderung: Wird eine dezentrale Elektroheizung ersetzt und ein neues Wärmeverteilsystem aufgebaut, sind im Kanton Zürich zusätzliche Förderbeiträge möglich. Wir klären die Höhe für Ihr Objekt im Rahmen der Offerte.

Systemwahl

Welche Wärmepumpe ersetzt die Elektroheizung?

Am häufigsten

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Nutzt die Aussenluft, braucht keine Bohrung und passt auf fast jedes Grundstück. Wirtschaftlichste Lösung für die meisten Einfamilienhäuser.

Mehr zur Luft-Wasser-Wärmepumpe →

Sehr effizient

Erdsonden-Wärmepumpe

Nutzt die ganzjährig konstante Erdwärme – effizient auch im tiefsten Winter. Höhere Investition, höhere Förderung, tiefe Betriebskosten.

Mehr zur Erdsonde →

Höchste Effizienz

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Nutzt Grundwasser als Wärmequelle. Sehr effizient, aber nur mit ausreichendem Grundwasser und Bewilligung möglich.

Mehr zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe →

Ablauf

In 8 Schritten von der Elektroheizung zur Wärmepumpe

  1. ErstberatungHeizung, Verbrauch, Gebäude und Ziele klären – telefonisch oder vor Ort.
  2. BesichtigungHeizraum, Wärmeverteilung, Aufstellort und Elektroanschluss prüfen.
  3. Heizlast & SystemLeistung berechnen und das passende Wärmepumpensystem wählen.
  4. Offerte & FörderungTransparente Offerte; Fördergesuch vor Baubeginn einreichen.
  5. Melde-/BewilligungMeldeverfahren oder Baugesuch inkl. Lärmschutznachweis.
  6. RückbauAlte Heizung fachgerecht demontieren und entsorgen.
  7. InstallationWärmepumpe, Speicher, Hydraulik und Elektro montieren.
  8. InbetriebnahmeHeizkurve einstellen, hydraulischer Abgleich, Abschlussunterlagen für die Auszahlung.
Wärmeverteilung

Heizkörper oder Bodenheizung – was passt?

Eine Wärmepumpe funktioniert auch im Altbau – entscheidend ist die Vorlauftemperatur. Je tiefer sie sein kann, desto effizienter arbeitet die Anlage. Fussbodenheizungen sind ideal, aber viele bestehende Heizkörper reichen ebenfalls aus.

Wir prüfen deshalb vor der Offerte, ob einzelne Heizkörper vergrössert, die Heizkurve angepasst oder Fenster und Dach mittelfristig saniert werden sollten. So wird die Wärmepumpe weder zu gross noch zu klein dimensioniert.

Gut geeignet, wenn …

  • Vorlauftemperatur bis ca. 55 °C reicht
  • Fussbodenheizung oder grosse Heizkörper vorhanden
  • Gebäude teilweise saniert ist

Genauer prüfen, wenn …

  • sehr kleine Heizkörper verbaut sind
  • einzelne Räume heute schon knapp warm werden
  • kein zentrales Verteilsystem existiert
Solarstrom

Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren

Eine Wärmepumpe läuft mit Strom – eigener Solarstrom vom Dach senkt die Betriebskosten zusätzlich. Besonders in der Übergangszeit und für das Warmwasser lässt sich ein grosser Teil des Bedarfs mit Photovoltaik decken.

Wir planen Wärmepumpe und PV-Anlage auf Wunsch gemeinsam – inklusive Steuerung für einen möglichst hohen Eigenverbrauch.

Photovoltaik im Kanton Zürich →

Lebensdauer≥ 20 JahreAuslegung moderner Wärmepumpensysteme (EnergieSchweiz)
Einsparung10 – 30 %mögliche Gesamtkosten-Ersparnis über 20 Jahre ggü. fossil

Elektroheizung ersetzen – vor der Frist 2030

Wir prüfen Ihr Haus, planen die Wärmeverteilung und kümmern uns um die Fördergesuche.

FAQ

Häufige Fragen

Muss ich meine Elektroheizung im Kanton Zürich ersetzen?

Ja. Bestehende ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen zur Gebäudebeheizung und zentrale, ausschliesslich direkt elektrisch beheizte Wassererwärmer sind bis 2030 zu ersetzen. Ausgenommen sind u. a. Notheizungen von Wärmepumpen oder Holzheizungen und Anlagen unter 3 kW.

Wie viel Strom spare ich mit einer Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Wärme. Gegenüber einer direkten Elektroheizung sinkt der Stromverbrauch fürs Heizen typischerweise um rund zwei Drittel.

Was kostet der Ersatz einer Nachtspeicherheizung?

Für die Wärmepumpe selbst gelten ähnliche Richtwerte wie beim Öl- oder Gasersatz (Luft-Wasser ca. CHF 45'000 – 60'000 im Einfamilienhaus). Fehlt eine Wärmeverteilung, kommen die Kosten für neue Heizkörper oder eine Bodenheizung dazu.

Gibt es Förderung, wenn ich eine neue Wärmeverteilung brauche?

Ja. Zusätzlich zum Grundbeitrag für die Wärmepumpe sind beim Ersatz einer dezentralen Elektroheizung mit neuem Wärmeverteilsystem weitere Förderbeiträge möglich. Das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht werden.

Kann ich meinen Elektroboiler behalten?

Zentrale Wassererwärmer, die ausschliesslich direkt elektrisch beheizt werden, fallen ebenfalls unter die Ersatzpflicht bis 2030. In der Regel übernimmt die neue Wärmepumpe auch das Warmwasser.

Lohnt sich zusätzlich eine Photovoltaikanlage?

Oft ja. Eigener Solarstrom deckt einen Teil des Wärmepumpen-Stroms, besonders in der Übergangszeit und fürs Warmwasser. Wir planen beides auf Wunsch gemeinsam.

Quellen

Alle Beträge sind Richtwerte inkl. Installation, Stand 2026. Massgebend sind die aktuellen Förderbedingungen des Kantons und Ihre individuelle Offerte.